So kleben Sie Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA-Kunststoff)
So klebt man Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA)
Die Eigenschaften des Ethylen-Vinylacetat-Copolymers hängen hauptsächlich vom Anteil an Vinylacetat im Copolymer ab. Bei geringem Vinylacetatgehalt handelt es sich um einen Thermoplast mit Eigenschaften ähnlich wie Polyethylen niedriger Dichte. Mit steigendem Vinylacetatgehalt weist das Copolymer zunehmend die Eigenschaften eines thermoplastischen Elastomers auf, bis die Kristallinität so weit sinkt, dass das Copolymer zu einem weichen, gummiartigen Material mit geringer physikalischer Festigkeit wird. Copolymere mit hohem Vinylacetatgehalt werden hauptsächlich als Bestandteile in Klebstoffen und Beschichtungen verwendet, können aber vulkanisiert werden, um nützliche physikalische Eigenschaften zu erzielen. Ein höherer Vinylacetatgehalt erhöht die Flexibilität, Zähigkeit, Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln und Klarheit des Polymers. Die verringerte Kristallinität durch die Zugabe von Vinylacetat führt zu guter Haltbarkeit bei niedrigen Temperaturen und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen wie Rissbildung. Die verbesserte Flexibilität führt bei steigendem Vinylacetatgehalt zu niedrigeren Erweichungstemperaturen, was die maximalen Anwendungstemperaturen dieser Materialien begrenzt. EVA ist beständig gegen Salzwasser und Basen. Einige Typen sind beständig gegen Kohlenwasserstofffett, aber EVA-Copolymere sind im Allgemeinen leicht löslich in einer Vielzahl von aliphatischen, aromatischen und chlorierten Lösungsmitteln. Es gibt auch Typen mit guter UV- und Ozonbeständigkeit.
Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (EVA) wird aufgrund seiner vielseitigen Eigenschaften in vielen Branchen eingesetzt. Es wird als Schaumstoff zum Schutz elektronischer Geräte, in Industrieschläuchen und -rohren, für Schrumpffolie in Verpackungen, in medizinischen Einweghandschuhen, Masken und Schläuchen sowie in Klebstoffen, Beschichtungen, Dichtmitteln und der Verkapselung von Solarzellen verwendet.
EVA ist unter verschiedenen Handelsnamen erhältlich, darunter ELVAX, ESCORENE, EVAZOTE und ULTRATHENE. Diese Namen stehen für Varianten von EVA mit unterschiedlichen Eigenschaften und Einsatzbereichen verschiedener Hersteller.
Die Oberflächenspannung von EVA liegt in der Regel zwischen 30 und 35 dyn/cm.
Kleben
Aufgrund der geringen Oberflächenspannung und thermoplastischen Natur von EVA kann eine Vorbehandlung der Oberfläche mit einem Primer oder durch Corona- oder Plasmabehandlung sinnvoll sein. Diese Methoden verbessern die Haftung und erhöhen die Festigkeit der Klebeverbindung, insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen.
Vor dem Kleben sollte die Oberfläche gründlich mit einem rückstandfreien Reiniger gesäubert werden.
Wählen Sie einen Klebstoff, der mit der thermoplastischen Natur von EVA kompatibel ist:
- Cyanacrylatkleber kann zum Verkleben von EVA verwendet werden. Er härtet schnell aus und bietet eine starke Haftung auf verschiedenen Materialien.
- Methacrylatklebstoff (auch MMA-Kleber genannt) ist ebenfalls geeignet. MMA-Kleber sind bekannt für ihre starke und flexible Haftung, auch auf bestimmten Kunststoffen.
- Schmelzklebstoffe (Hotmelt) haften sehr gut auf EVA. Es gibt viele Arten von Hotmelt-Klebern, einige basieren sogar auf EVA. Auch PO-Hotmelt bietet gute Haftung.
Lassen Sie den Klebstoff gemäß den Anweisungen des Herstellers aushärten.
Nach der Aushärtung sollte die Verbindung getestet werden, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen in Bezug auf Festigkeit und Haltbarkeit entspricht.
Hersteller
Diese Handelsnamen stehen für verschiedene Hersteller von EVA, jeweils mit eigenem Produktsortiment und Anwendungen:
ELVAX: Hergestellt von DuPont.
ESCORENE: Hergestellt von ExxonMobil Chemical.
EVAZOTE: Hergestellt von B.P. Chemicals.
ULTRATHENE: Hergestellt von Quantum Chemicals.




