So kleben Sie Polypropylen (PP-Kunststoff)
Kleben von Polypropylen (PP-Kunststoff)
Polypropylen ist aufgrund seiner chemischen Eigenschaften einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffarten weltweit. Es ist ein langlebiges Material, nimmt kein Wasser auf, ist elektrisch isolierend, lässt sich bei Erwärmung leicht formen und hat eine gute Beständigkeit gegen Bakterien und Chemikalien. In der Industrie wird PP-Kunststoff in vielen Kleidungsarten, in der Automobilproduktion, zur Kabelisolierung und vieles mehr verwendet.
Kleben
Für eine optimale Haftung sollten die Teile vor dem Kleben immer gereinigt werden.
Aufgrund der niedrigen Oberflächenspannung von Polypropylen (31 mN/m) ist eine ganz spezielle Klebstoffart erforderlich, um die Teile miteinander zu verbinden. Hier wird ein 2-Komponenten-Permalock-AC-Kleber (Acrylatkleber) empfohlen, der eine sehr hohe Haftung auf verschiedenen Kunststoffen bietet. Die Aushärtezeit bis zur Handhabung der Teile beträgt etwa zwei Stunden. Je nach Größe der Teile und aufgetragener Klebstoffmenge dauert es 8–24 Stunden, bis der Kleber vollständig ausgehärtet ist. Dies ist jedoch der optimale Kleber für das Material.
Bei Bedarf an kürzerer Aushärtezeit kann ein Sekundenkleber (Cyanoacrylat) verwendet werden, der die Teile zusammenhält. Dies erfordert jedoch eine Vorbehandlung. Damit dieser Klebstoff haftet, müssen die Oberflächen behandelt werden, um die Oberflächenspannung zu erhöhen. Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen. Man kann entweder einen sogenannten Primer kaufen, der unmittelbar vor dem Kleben aufgetragen wird, oder die Teile können einer Plasma- oder Koronabehandlung unterzogen werden.
Der Vorteil beider Klebstofftypen ist ihre Beständigkeit gegenüber einer Vielzahl von Chemikalien. Daher eignen sie sich sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich.




