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Glasübergangstemperatur (Tg)

Was ist die Glasübergangstemperatur

Die Glasübergangstemperatur (Tg) ist kurz gesagt ein Begriff, der beschreibt, wann polymerbasierte Stoffe wie Silikon oder Epoxidharz von einer glasartigen Struktur in einen weichen und elastischen Zustand übergehen. Häufig wird die Bezeichnung Tg abgekürzt.

Bei dieser Temperatur werden die Moleküle des Materials beweglicher, wodurch das Material flexibler wird. Tg bezeichnet also genauer den Zeitpunkt, an dem dieser Prozess stattfindet. Dieses Phänomen zu kennen, ist nützlich, wenn man mit Klebstoffen arbeitet, da es Aufschluss darüber gibt, wie der Klebstoff nach dem Aushärten bei unterschiedlichen Temperaturen reagiert.

Wenn ein Klebstoff seine Tg erreicht, beeinflusst dies die Flexibilität, die Beständigkeit gegenüber Chemikalien, das Volumen, die Festigkeit und die Härte.

Tg ist keine feste Temperatur, sondern eher ein Temperaturbereich, in dem das Material seine Eigenschaften drastisch verändert. Es ist wichtig zu betonen, dass Tg kein Schmelzpunkt ist. Es ist die Temperatur, bei der sich die oben genannten Eigenschaften ändern.

Das bedeutet, dass ein Klebstoff auch nach der Übergang von glasartiger zu elastischer Struktur verwendet werden kann. In manchen Fällen kann es sogar von Vorteil sein, einen Klebstoff oberhalb seiner Tg zu verwenden.

Beispielsweise liegt die Tg vieler Silikonklebstoffe (flexible Produkte) unter -100°C, während Epoxidklebstoffe (spröde Produkte) über +60°C liegen. Wenn der Klebstoff seine Tg überschreitet, wird er flexibler und widerstandsfähiger gegenüber Stößen, Vibrationen und Materialausdehnungen. Wird der Klebstoff später wieder unter seine Tg abgekühlt, geht er zurück in den spröden glasartigen Zustand.