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Klebstoff zur Gewindesicherung (anaerobe Gewindesicherung)

Gewindesicherung mit anaerobem Klebstoff

Viele Gewindeverbindungen sind nicht in der Lage, ihre Festigkeit über längere Zeit zu halten. Zum Beispiel lockern sich Muttern, Schrauben oder Rohrverbindungen oft im Laufe der Zeit durch Stöße oder Vibrationen. Auch Wärme kann hier eine Rolle spielen. Dieses Problem kann durch den Einsatz von anaerobem Klebstoff behoben werden. Durch das Verkleben der Gewinde wird deren Lebensdauer erhöht, da alle Hohlräume ausgefüllt werden und die Teile sich nicht mehr lösen können. Daher ist die Gewindesicherung mit anaerobem Klebstoff in der Industrie eine häufig genutzte Methode.

Allgemeines zu anaeroben Klebstoffen
Anaerobe Klebstoffe sind einkomponentige Klebstoffe, die sich besonders gut zur Gewindesicherung eignen. Sie härten bei Raumtemperatur aus, wenn sie mit Metallionen in Kontakt kommen und von Sauerstoff abgeschlossen sind. Sie sind beständig gegen viele Chemikalien und sowohl manuell als auch automatisch leicht dosierbar. Anaerobe Klebstoffe gibt es in vielen Farben, Viskositäten und Festigkeiten. Sie verhindern, dass Muttern und Schrauben sich im Laufe der Zeit lösen oder ganz abfallen, oder dienen als Rohrdichtung zur Sicherung der Verbindung mit abdichtender Wirkung. Sie haben eine gute Schlagfestigkeit und Hitzebeständigkeit zwischen 150 und 200ºC.

Festigkeiten
Bei der Klebstofffestigkeit sind zwei Aspekte wichtig: das Bruchmoment und das Nachdrehmoment. Das Bruchmoment ist der Punkt, an dem der Klebstoff „bricht“, wenn man versucht, die Teile mit Handkraft oder Werkzeug zu trennen. Selbst nach dem Bruch des Klebstoffs trennen sich die Teile nicht unbedingt sofort. Der Bruch ist nur der erste Schritt. Das Nachdrehmoment beschreibt die Kraft, die nötig ist, um das Teil nach dem Bruch weiter zu drehen. Man kann sich eine Mutter auf einer Schraube vorstellen, die mit anaerobem Klebstoff gesichert ist — das Nachdrehmoment gibt an, wie viel Kraft nötig ist, um die Mutter nach Bruch weiterzudrehen. Beide Momente werden in Newtonmeter (Nm) gemessen. Anaerobe Klebstoffe haben Bruchmomente von etwa 6 bis 60 Nm.
Einige anaerobe Klebstoffe sind so stark, dass die Teile nach dem Verkleben nicht mehr getrennt werden können. Falls nötig, kann das Erwärmen der Verbindung auf ca. 250ºC die Festigkeit verringern.

Zulassungen
Je nach Anwendung und Branche ist es sinnvoll, auf Zulassungen für Lebensmittel, Trinkwasser oder Gas zu achten. Zertifizierungen wie britisches WRAS, deutsches DVGW oder die internationale NSF sind wichtige Hinweise. Dies ist beispielsweise in der Fleischindustrie oder bei der Herstellung von Wasserhähnen relevant.

Passive und aktive Metalle
Es ist wichtig, das Metall zu beachten, auf das geklebt wird. Passive und aktive Metalle unterscheiden sich chemisch erheblich, was die Aushärtezeit beeinflusst. Die Fixierzeit kann sich um mehrere Stunden unterscheiden, je nachdem, ob man aktives Messing oder passives Edelstahl verklebt. Für passive Metalle empfiehlt sich der Einsatz eines Aktivators mit Metallionen, um die Aushärtung zu beschleunigen, was in der Produktion vorteilhaft ist.

Viskositäten
Anaerobe Klebstoffe gibt es in verschiedenen Viskositäten, so dass man die passende für die Aufgabe wählen kann. Für Gewinde gilt: Je größer die Toleranzen, desto vorteilhafter ist ein höher viskoser Klebstoff. Bei Vormontagen dringt ein niedriger viskoser Klebstoff besser ein.

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